Nachdem am 19. Juni 2011 ein Jugendlicher erheblich durch Neonazis verletzt wurde, führte der „Bremer Schattenbericht“ ein Interview mit Vertreter_innen unserer Gruppe.
Link: Interview.
Nachdem am 19. Juni 2011 ein Jugendlicher erheblich durch Neonazis verletzt wurde, führte der „Bremer Schattenbericht“ ein Interview mit Vertreter_innen unserer Gruppe.
Link: Interview.
Am 12.06.2011 veranstalteten Neonazis in Bremen-Oslebshausen ein Konzert der Rechtsrockband Kategorie C, an der konspirativ organisierten Veranstaltung beteiligten sich auch etwa 15-20 Personen aus Delmenhorst. Unter anderen auch Neonazi Stefan R. und Ladenbesitzer Rainer K., in seinem Geschäft in Delmenhorst-Düsternort vertreibt er – neben diversen rechten Lifestyleartikeln – auch Fankleidung der neonazistischen Hooliganband aus Bremen.
Knapp 180 Neonazis marschierten am 30. April 2011, trotz massiver Gegenproteste, durch die Bremer-Neustadt. Auch ca. 10 Personen aus Delmenhorst und Ganderkesee beteiligten sich an der Demonstration und dem vorangegangenen „Sozialkongress“ (unter einer Hochstraße – Bericht auf www.npd-blog.info).

Neonazis aus Delmenhorst, 30. April 2011, Bremen.
Mittlerweile hat die neonazistische NPD ihre für den 01. Mai 2011 in Bremen geplante Demonstration auf den 30. April verschoben. Um 11:00 Uhr möchten sich mehrere hundert Neonazis am Bahnhof Bremen-Neustadt versammeln und durch das ‚Flüsselviertel‘ marschieren – nicht mit uns, keinen Meter!
Material/Termine/Links:
- Aktionskarte.
- Gegendemonstration: 09:00 Uhr, Friedrich-Ebert-Straße, Ecke Neuenlander Straße (siehe Karte).
- Aktuelle Informationen: Keinen Meter.
Am 28. April 2011 – im Vorfeld des Neonaziaufmarsches am 30. April – protestieren in Bremen erneut Antifaschist_innen gegen den Neonaziladen „Sportsfreund“. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf und verweisen auf die Mobilisierungswebsite.
Marten Ostendorf und sein Naziladen “Sportsfreund” bekommen ihren Mietvertrag nicht verlängert. Aufgrund der vielen Aktionen, von Buttersäure über Farbe bis hin zu den Demos, und dem Erzeugen von öffentlichem Druck beendet die “Grothe Unternehmensgruppe” ihre einträgliche Geschäftsbeziehung mit den Nazis. Die Schließung ende April ist vermutlich nicht gleichbedeutend mit einer kompletten Geschäftsaufgabe. Wo der Scheiß weitergeht ist nicht sicher…
Der Aus- bzw. Umzug soll nicht sang und klanglos über die Bühne gehen! Deshalb wird dieser Zwischenerfolg gefeiert.
Dass dafür der Stadtteil Hastedt ausgesucht wurde hat einen traurigen Grund. Seit Jahren betreibt der Nazi Martin Elsner im Alten Postweg 1 den Laden und Internetversand “Sieg oder Spielabbruch”. Auch dort wird auf unpolitische Hooligans gemacht, aber ebenso wie im “Sportsfreund” für die Naziszene gearbeitet. Es ist dort bis jetzt noch nicht zu nennenswertem Widerstand gekommen. Dies wird sich jetzt ändern!
Aufgrund eines Verbotes der Ladenschluss-Demo am geplanten Termin musste die Demo um einen Tag vorgezogen werden. Grund für das Verbot sind von den Copz erwartete Nazi-Hools rund um das Fußballspiel Bremen-Wolfsburg.
Außerdem findet an dem Freitag auch eine Last-Call Veranstaltung des “Keinen-Meter” Bündnisses statt. Diese zu besuchen ist für die Verhinderung des Npd-Nazi-Aufmarsches am 30.April, nicht nur für uns, sehr wichtig.
Antifaschistische Ladenschluss-Demo
Donnerstag, 28.April 2011
18:30 Uhr am Wehrschloss
(Hastedter Osterdeich 230, nähe Weserwehr)
Nachdem bereits am 04. April 2011 das niedersächsische Ministerium für ‚Inneres und Sport‘ den Verfassungsschutzbericht 2010 publizierte, folgten nun die gesammelten Ergebnisse der bremer Behörden. Einige Passagen in diesem Dokument thematisieren auch die Neonaziaktivitäten im niedersächsischen Delmenhorst der letzten Jahre.
Konträr zur schwächelnden Neonazistruktur in Bremen bestehe in Delmenhorst eine aktive Ortsgruppe der NPD-Jugendorganisation ‚Junge Nationaldemokraten‘:
Diese organisierte vom 8. bis zum 15. Mai 2010 eine Aktionswoche unter dem Motto „Bundeswehr raus aus Afghanistan“. Die Aktionswoche war Teil der seit mehreren Jahren laufenden NPD-Kampagne „Kein deutsches Blut für fremde Interessen“, mit der sich die Partei gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan positioniert. Dass sich die Bremer Kameradschaft an der Aktionswoche beteiligte, verdeutlicht ihre Vernetzung mit der neonazistischen Szene im niedersächsischen Umland. […]
[…] In der letzten Zeit hat sich der örtliche Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit niedersächsischen Rechtsextremisten jedoch verlagert. Bremer Rechtsextremisten arbeiten zunehmend enger mit den „JN“ aus Delmenhorst und der „Aktionsgruppe Delmenhorst“zusammen.

Parallel thematisiert der Verfassungsschutzbericht antifaschistische Aktivitäten in Delmenhorst. Grafik rechts: Mobilisierung gegen Neonaziaktivitäten im Mai 2010.
Mehrere hundert Flugblätter, Plakate – rund 1500 Aufkleber; Antifaschist_innen mobilisieren auch in Delmenhorst gegen den Neonaziaufmarsch am 01. Mai 2011 in Bremen. Wir verweisen erneut auf die Informationsveranstaltung am 13. April 2011.


13. April 2011 – Informationsveranstaltung über den Neonaziaufmarsch in Bremen und geplante Gegenaktivitäten. 20:00 Uhr, Kerems Kulturkneipe, Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst.
Am 04. November 2006 verhinderten tausende Menschen einen geplanten Aufmarsch der neonazistischen NPD im Bremer Stadtteil Gröpelingen. Auch viele Delmenhorster_innen beteiligten sich an den Blockaden; nun will es die NPD erneut versuchen und hat für den 01. Mai 2011 einen (sogenannten) „Sozialkongress“ mit Demonstration angekündigt.
Mit ihrem Aufruf – im Kontext des Wahlkampfes – möchten sich die Neonazis als soziale Alternative profilieren. Obgleich Neonazis eine Randerscheinung darstellen, ist ihre Ideologie keinesfalls derart irrelevant. Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Nationalismus sind als gesamtgesellschaftliche Phänomene zu begreifen.
Wir protestieren am 01. Mai 2011 folglich nicht nur gegen Neonazis – sondern auch gegen die gesellschaftliche Gesamtscheiße!
Glücklicherweise hat sich in Bremen erneut ein großes Bündnis formiert – unter der Parole “Keinen Meter!” soll nicht nur neonazistische Agitation am 01. Mai, sondern auch der Wahlkampf der NPD blockiert, sabotiert und verhindert werden.
Mit unserer Veranstaltung sollen diese Aktivitäten und die Mobilisierung nach Bremen effektiv unterstützt werden.
Am 01. Mai 2011 heißt es für Nazis: No way! Keinen Meter!
Informationsveranstaltung:
13. April 2011 – Informationsveranstaltung über den Neonaziaufmarsch in Bremen und geplante Gegenaktivitäten. 20:00 Uhr, Kerems Kulturkneipe, Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst.
„Zunächst einmal war es ziemlich dumm von mir, ins Viertel zu ziehen, keine Frage.“ – äußert sich Neonaziaktivist Benjamin G. auf dem neonazistischen Internetportal ‚Altermedia‘. Der Schüler der bremer Erwachsenenschule agierte in Delmenhorst in rechten Zusammenhängen und Strukturen, Spitzelvorwürfe beendeten die Karriere frühzeitig. Jenen Anschuldigungen, die „Benny“ eine Kooperation mit staatlichen Repressionsorganen unterstellen, kontrastiert dieser mit einem empathischen Treueschwur gegenüber allen „Kameraden“, er habe sich „zunächst mit sehr positiven Erfahrungen“ engagiert – „irgendwann bekam ich Ärger mit der bereits erwähnter Person (sic)“, dieser „beschuldigte [mich] […] ein Spitzel zu sein.“.
Der Umzug nach Bremen misslang jedoch gründlich, Unbekannte zerstörten Mobiliar und Umzugsutensilien, „[…] selbst Sofa und Matratzen blieben nicht verschont.“.

Benjamin, „Benny“, G. – bei einem Infotisch am 29. September 2009 (Quelle: Recherche Nord).