Archiv der Kategorie 'Terminankündigung'

04.02. Demonstration!

Nachstehend dokumentieren wir den Aufruf zu der Demonstration am 04.02. um 13:30 ausgehend vom delmenhorster Bahnhof:

Seit 1990 wurden 181 Menschen durch Neonazis ermordet (Amadeo Antonio Stiftung). In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar wäre es im niedersächsischen Delmenhorst beinahe zu einem weiteren Todesopfer gekommen.

Der Kontext.
In der “Red Devils”-Kneipe “Die Szene” hatte die bremer Neonaziband “Kategorie C” – unter dem Decknamen “H.E.R.M.” – eine semi-konspirativ organisierte “Generalprobe” mit 50 Gästen, für ein am 04. Februar geplantes Konzert in derselben Lokalität veranstaltet. Zwei schwere Übergriffe ereigneten sich vor diesem Hintergrund vor dem Gebäude – die Täter_innen waren die “Kategorie C”-Fans, sowie – entgegen späterer Behauptungen – der Besitzer der Kneipe, Peter Piskalla.

Am späten Abend hatten drei Neonazis zunächst eine Einzelperson als “scheiß linkes Schwein” beleidigt und – unter dem Beifall zahlreicher Gäste – angegriffen, zu Fall gebracht und mit Faustschlägen und Tritten traktiert. Im Internet kommentierten Teilnehmer_innen später, die Betroffene Person sei “selber Schuld”, schließlich sollten “Zecken” – gemeint sind die alternativen Jugendlichen –, die an einem “Konzert von Kategorie C vorbeilaufen” sich nicht “wundern”.

Nur wenige Stunden später lief eine Gruppe alternativer Jugendlicher an der Kneipe, in der das Konzert stattfand, vorbei. “Jetzt gehts los!” gröhlte Peter Piskalla, Präsident des Motoradclubs “Red Devils Delmenhorst” und Besitzer der Kneipe “Die Szene”: 25 Personen attackierten daraufhin die Jugendlichen vor der Kneipe, ein Großteil der Angreifer_innen war mit Aluminiumbaseballschlägern und Flaschen bewaffnet. Ein Zeuge berichtete, die Täter_innen seien “regelrecht auf den Köpfen [der Jugendlichen] herumgesprungen”. Ein 21-jähriger Jugendlicher erlitt einen Schädelbasis- und Jochbeinbruch und wurde nach attestierter Hirnblutung auf die Intensivstation eines Bremer Krankenhauses verlegt, andere der Betroffenen erlitten Hämatome und einen Schock.

Die Polizei war bereits am frühen Abend aufgrund einer Ruhestörung zur Kneipe gerufen worden, ein Neonazikonzert wollen die Beamt_innen zu diesem Zeitpunkt nicht bemerkt haben.
Später berichtet ein Zeuge, wie er beobachten konnte, wie nach der Eröffnung der Kneipe Baseballschläger in das Gebäude gebracht wurden; nachts sei zu hören, wie “rechtsradikale Parolen rumgegrölt” werden.

“Kategorie C” – keine Neonaziband?
Die Band “Kategorie C” um den Sänger Hannes Ostdendorf ist mittlerweile eine der populärsten Bands der Neonazi-, Hooligan- und Rockerszene. 1991 verübte er einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft. Im September des vergangenen Jahres wurde Hannes Ostendorf vom Amtsgericht Bremen für einen Überfall auf linke Werder-Fans im Ostkurvensaal verurteilt. Die Musikgruppe transportiert sexistische, nationalistische, gewaltverherrlichende und rassistische Inhalte. Auf den Konzerten treffen sich Jugendliche mit bekennenden Neonazis. Die Band weist mit der durch sie mobilisierten Klientel und der Anschlussfähigkeit rechter Ideologien ein politisierendes Moment auf: Die Verbindungen zwischen Bandmitgliedern und Fans sowie der Neonaziszene sind zu eindeutig, als dass sie weiterer Erläuterungen bedürfen. Trotz dieser Tatsachen bemüht sich die Band stets, sich als ‘unpolitisch’ zu gerieren.

Reaktionen.
Die Vorfälle wurden in den nächsten Tagen intensiv in den Medien thematisiert. Während der Besitzer der Kneipe “Die Szene” den Vorfall dementiert, aber gegenüber der Presse zugab, die Musik auch “selbst zu hören”, bislang allerdings “keine rechtsadikalen Inhalte” entdeckt zu haben, erläuterte er weiter, Verletzte habe es nicht gegeben und er habe aufgrund “pöbelnder Jugendlicher” selbst die Polizei alarmiert. Augenzeug_innen berichten hingegen, er habe als Rädelsführer den Übergriff – bewaffnet mit einem Aluminiumbasebalschläger – angeführt.
Auf einer Internetplattform kommentieren einige der Täter_innen und ihrer Sympathisant_innen Artikel zum Überfall, teils werden ihre Äußerungen unkritisch durch eine der Lokalzeitungen zitiert.

Die Rolle der Polizei am Abend ist bis heute nicht geklärt. Zunächst gab die örtliche Polizeidirektion an, nicht über das Konzert “informiert gewesen zu sein”. Später revidierte sie diese Angaben dahingehend, dass man zwar nichts von einem Konzert der Band an diesem Abend gewusst habe, jedoch seien zusätzliche “Zivilkräfte” eingesetzt worden (sic). Die Beamt_innen der Polizei, die bereits wegen der gemeldeten Ruhestörung vorort gewesen waren, scheinen kein Konzert bemerkt zu haben. Auf Anfrage einer Tageszeitung gab der Verfassungsschutz Niedersachsen dann an, dass die Polizei in Delmenhorst über das Konzert kurzfristig informiert worden sei. Kurzfristig änderte auch die Pressestelle der Polizeidirektion ihre bisherigen Veröffentlichungen entsprechend. Die “Ermittlungsgruppe Orth” wurde eingerichtet, die fünf Tage nach dem Vorfall die Kneipe “Die Szene” auf verdächtige Gegenstände durchsuchte, jedoch keine relevanten Anhaltspunkte mehr finden konnte und schloß den Besitzer – vermutlich aufgrund seines “kooperativen Verhaltens” – als Täter aus.

Die delmenhorster Polizei beobachtet, kriminalisiert und deligimiert schon lange antifaschistisches Engagement. Was den Beamt_innen hingegen nicht gelingt, ist es, Jugendliche vor neonazistischen Übergriffen zu schützen – die Prioritäten scheinen hier klar verteilt zu sein. Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Vielzahl neonazistischer Übergriffe, deren Bestehen von der Polizei marginalisiert oder gänzlich abgestritten wurde.

Die Teilnehmer_innen des Konzerts reagierten aggressiv. Gegen die “Medienhuren” müsse vorgegangen werden, “Adolf” habe es schon “richtig gemacht” – “alle vergasen” – betonte eine “Kategorie C”-Sympathisantin auf einer Internetplattform, “Lieber Tot als Rot” äußerte ein Täter am Folgetag. Ohnehin war die Klientel der Kneipenbesucher_innen bereits vor den Vorfällen vom 21. auf den 22. Januar eindeutig rechtsoffen bis neonazistisch, auch wenn sich die Täter_innen nun als ‘unpolitisch’ gerieren und das zweite Konzert vorerst abgesagt wurde, wurde die politische Einstellung weiter zementiert.

Die delmenhorster Öffentlichkeit reagierte zunächst empört. Unter anderem verurteilte der Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst affektiv die Vorgänge, ein derartiges Konzert sei in Delmenhorst nicht erwünscht. Mittlerweile existieren erste relativierende Aussagen seitens der Stadtpolitiker_innen. So kommentierte Ratsmitglied Axel Konrad, zweiter stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU in Delmenhorst, Polizist und mit einem der Täter_innen befreundet, einen Beitrag einer Lokalzeitung, dass – “Zusammenhänge vorerst nur gemutmaßt werden können: ‘Ein Konzert (einer nicht verbotenen, aber als rechtsradikal geltenden Band) und ein verletzter Antifa-Anhänger gehören nicht automatisch zusammen.’”. Eine Aussage, deren Dümmlichkeit in diesem Kontext wohl kaum zu benennen ist. Die bloße Vermutung, dass es sich bei dem Betroffenen um einen Antifaschisten handelt, wird indirekt zum hinreichenden Kriterium, potentielles Angriffsopfer der Neonazis zu sein, funktionalisiert und täuscht darüber hinweg, dass neonazistische Übergriffe immer ideologisch motiviert und durch nichts zu rechtfertigen sind. Diese Äußerung offenbart jedoch vor allem das Unvermögen seitens der Stadt, sich um einen adäquaten Umgang mit den seit Jahren aktiven neonazistischen Umtrieben in Delmenhorst zu bemühen.
Die Wahl Delmenhorsts als Veranstaltungsort neonazistischer Konzerte ist weder Einzel- noch Zufall.

Delmenhorster Zustände.
Bereits mehrefach wurden Neonazikonzerte in Delmenhorst veranstaltet. Teilweise mit bis zu 300 Teilnehmer_innen.
Der Vorfall am vergangenen Wochenende ist also keineswegs als ein besonderes Ereignis zu betrachten, sondern Teil einer neonazistischen Kontinuität, einer Reihe gewaltsamer Übergriffe, seit 2008. Über 40 Angriffe sind dokumentiert: Neonazis zerstörten Fahrzeuge, verübten Brandanschläge, organisierten Mahnwachen, Saalveranstaltungen und Kundgebungen, versuchten Antifaschist_innen zu überfahren oder mit Messern und sonstigen Waffen anzugehen – die Chronik neonazistischer Übergriffe in Delmenhorst ist nahezu endlos. Die strafrechtliche Verfolgung dieser Vorfälle fand meist nicht statt oder ist bestenfalls mangelhaft. Neonazis erhielten für ähnliche Übergriffe meist minimale Strafen, so etwa Sozialstunden.

Jahrelang wurde die Problematik ignoriert und relativiert. Die Polizei, Medien und konservative Politiker_innen setzen mittels der pseudo-wissenschaftlichen Extremismustheorie egalitäre und linksradikale Politik mit neonazistischer Gewalt und Barbarei gleich. Neonazistische Übergriffe werden als “Auseinandersetzungen” zwischen “Jugendbanden” tituliert und so marginalisiert, alternative Kultur und Politik wird in Delmenhorst kriminalisiert und stigmatisiert.

Vor dem Hintergrund des absoluten Versagens der Polizei erscheint das vor wenigen Wochen präsentierte “Gesamtkonzept gegen Rechtsextremismus” des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemanns besonders amüsant. Hierin wird der Einsatz von sog. ‘V-Leuten’ damit begründet, dass mit ihrer Hilfe Nazikonzerte “reduziert” werden konnten. Weiter heißt es: “Über V-Leute werden frühzeitig bedeutende Erkenntnisse gewonnen, die für die Einschätzung von rechtsextremistischen Veranstaltungen und Versammlungen unerlässlich sind.” “In Delmenhorst scheint der Erfolg mäßig”, so urteilte die TAZ in ihrem Artikel sehr treffend. Systematisch ignoriert und relativiert die Polizei neonazistische Gewalt – und das nicht nur in Delmenhorst. Als Spitze des metaphorischen Eisbergs ist der Fall der sogenannten NSU zu nennen: Über ein Jahrzehnt konnte sich die Mörderbande des “Nationalsozialistischen Untergrund” durch die bundesrepublikanischen Gefielde morden – und das mit der Unterstützung durch die Polizei und den Verfassungsschutz. Auch den Mordversuch am 21. Januar konnten die Polizist_innen und Geheimdienstler_innen nicht verhindern. Im Kampf gegen Neonazis können und wollen wir uns also nicht auf den Staat verlassen – also: Unterstützt antifaschistische Strukturen und werdet aktiv gegen Neonazis und andere Chauvinist_innen.

Die delmenhorster Zustände sind so ekelhaft, wie sie unerträglich sind. Wir werden am 04. Februar 2012 unsere Solidarität mit den Betroffenen neonazistischer Gewalt demonstrieren. Obgleich der Kneipier die Veranstaltung mittlerweile abgesagt hat, wird das Konzert vermutlich dennoch – in veränderter Lokalität – stattfinden.
Nazis sind keineswegs ein abstraktes Phänomen, sondern Teil einer Gesellschaft, in der antisemitische, menschenverachtene und ‘rechte’ Ideologie vor allem eines ist: Deutsche Tradition.
Wir demonstrieren gegen Neonazis, die Relativierung rechter Gewalt und Extremismustheorie!

Rechte Gewalt stoppen – Deutsche Zustände angreifen!

04.02.2012 – 13:30 Uhr Bahnhof Delmenhorst

Kundgebung am 27.06.2011.

Die Stadt Delmenhorst (Niedersachsen) plante für den 31. Mai die Abschiebung eines 28jährigen Ashkali aus dem Kosovo nach Serbien – diese Abschiebung konnte dank des massiven Gegenprotests nicht durchgeführt werden. Eine Mahnwache, hunderte Flugblätter, ein eilig initiiertes Unterstützer_innenbündnis aus vielen Einzelpersonen, Verbänden, Parteien und Organisationen, aus Delmenhorst, Bremen, Oldenburg und der gesamten Region, anwaltliches Engagement und – letztlich – eine entschlossene Blockade von 100 Menschen am Termin der Abschiebung, verhinderten die Durchführung. Bereits am Folgetag betonte ein Sprecher der Polizei Delmenhorst, die Abschiebung sei „lediglich aufgeschoben“. Fitim ist also auch weiterhin akut von einer Abschiebung bedroht – und wir machen weiter!

Für den 27. Juni 2011 mobilisiert das Unterstützer_innenbündnis zu einer Kundgebung auf dem Rathaus- und Marktplatz in Delmenhorst. Im Kontext der Kundgebung sollen mehrere Hundert Unterschriften und ein offener Brief vieler Organisationen an Stadt und Verwaltung übergeben werden. Parallel tagen im Rathaus die Fraktionen – mit Redebeiträgen und Flugblättern sollen auch die Vertreter_innen der Parteien über die aktuelle Situation informiert werden.

Kundgebung: Fitims Abschiebung verhindern!
Montag, 27.06.2011, 16:00 Uhr, Rathaus- und Marktplatz Delmenhorst.

(mehr…)

Mahnwache auf dem Marktplatz Delmenhorst.

Gegen die Abschiebung von Fitm M. und weiteren Menschen nach Ex-Jugoslawien organisiert das Bündnis „Hiergeblieben!“ eine Mahnwache auf dem Marktplatz in Delmenhorst. Wir unterstützen Bündnis und Aktion! Weg mit der rassistischen Flüchtlings- und Abschiebepolitik, weltweit.

Es bleiben weniger als 40 Stunden um Fitims Abschiebung zu verhindern, deshalb: Montag, 30.05.2011, 15:00 Uhr, Mahnwache auf dem Marktplatz Delmenhorst. Bringt eure Freund_innen, sammelt Unterschriften, noch kann die Stadt Delmenhorst die Abschiebung verhindern.

30. April 2011 – Bremen.

Mittlerweile hat die neonazistische NPD ihre für den 01. Mai 2011 in Bremen geplante Demonstration auf den 30. April verschoben. Um 11:00 Uhr möchten sich mehrere hundert Neonazis am Bahnhof Bremen-Neustadt versammeln und durch das ‚Flüsselviertel‘ marschieren – nicht mit uns, keinen Meter!

Material/Termine/Links:
- Aktionskarte.
- Gegendemonstration: 09:00 Uhr, Friedrich-Ebert-Straße, Ecke Neuenlander Straße (siehe Karte).
- Aktuelle Informationen: Keinen Meter.

Sportsfreund dichtmachen – Ladenschluss.

Am 28. April 2011 – im Vorfeld des Neonaziaufmarsches am 30. April – protestieren in Bremen erneut Antifaschist_innen gegen den Neonaziladen „Sportsfreund“. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf und verweisen auf die Mobilisierungswebsite.

Marten Ostendorf und sein Naziladen “Sportsfreund” bekommen ihren Mietvertrag nicht verlängert. Aufgrund der vielen Aktionen, von Buttersäure über Farbe bis hin zu den Demos, und dem Erzeugen von öffentlichem Druck beendet die “Grothe Unternehmensgruppe” ihre einträgliche Geschäftsbeziehung mit den Nazis. Die Schließung ende April ist vermutlich nicht gleichbedeutend mit einer kompletten Geschäftsaufgabe. Wo der Scheiß weitergeht ist nicht sicher…

Der Aus- bzw. Umzug soll nicht sang und klanglos über die Bühne gehen! Deshalb wird dieser Zwischenerfolg gefeiert.

Dass dafür der Stadtteil Hastedt ausgesucht wurde hat einen traurigen Grund. Seit Jahren betreibt der Nazi Martin Elsner im Alten Postweg 1 den Laden und Internetversand “Sieg oder Spielabbruch”. Auch dort wird auf unpolitische Hooligans gemacht, aber ebenso wie im “Sportsfreund” für die Naziszene gearbeitet. Es ist dort bis jetzt noch nicht zu nennenswertem Widerstand gekommen. Dies wird sich jetzt ändern!

Aufgrund eines Verbotes der Ladenschluss-Demo am geplanten Termin musste die Demo um einen Tag vorgezogen werden. Grund für das Verbot sind von den Copz erwartete Nazi-Hools rund um das Fußballspiel Bremen-Wolfsburg.

Außerdem findet an dem Freitag auch eine Last-Call Veranstaltung des “Keinen-Meter” Bündnisses statt. Diese zu besuchen ist für die Verhinderung des Npd-Nazi-Aufmarsches am 30.April, nicht nur für uns, sehr wichtig.

Antifaschistische Ladenschluss-Demo
Donnerstag, 28.April 2011
18:30 Uhr am Wehrschloss
(Hastedter Osterdeich 230, nähe Weserwehr)

Schon wieder Antisemit_innen in Dorfmark.

Seit nun mehr als dreißig Jahren trifft sich der „Bund für (deutsche) Gotterkenntnis“ (Ludendorffer) alljährlich im niedersächsischen Dorfmark.
Bei den „Ludendorffern“ handelt es sich um eine völkische, rassistische und antisemitische Weltanschauungsgemeinschaft. Sie basiert auf den Schriften von Mathilde Ludendorff, Ehefrau des Hitlerputschgefährten Erich Ludendorff. Die „Ludendorffer“ teilen Menschen in „Licht- und Schachtrasse“ und nach ihrer Theorie führt „Rassenmischung zum Volkstod“. Außerdem heißt es in den Schriften Ludendorffs, dass „das deutsche Volk“ durch Kommunismus, Freimaurer- und Christentum „entwurzelt, so dass Juda leichtes Spiel hat“. Die „jüdische Schachtrasse“ schädige über „verjudete christliche Erziehung“ deutsche Kinder. Dagegen müssten die „Lichtrassen“ mit ihrem „Recht des Stärkeren“ vorgehen. Bei so einem offenem Antisemitismus und Rassismus verwundert es auch nicht, dass die Treffen auch Freie Kameradschaften und „Autonome Nationalisten“ anziehen.

[…] 22. April 2011 Dorfmark – kompletter Aufruf (link).

01. Mai 2011 – Delmenhorst nach Bremen.

Mehrere hundert Flugblätter, Plakate – rund 1500 Aufkleber; Antifaschist_innen mobilisieren auch in Delmenhorst gegen den Neonaziaufmarsch am 01. Mai 2011 in Bremen. Wir verweisen erneut auf die Informationsveranstaltung am 13. April 2011.

13. April 2011 – Informationsveranstaltung über den Neonaziaufmarsch in Bremen und geplante Gegenaktivitäten. 20:00 Uhr, Kerems Kulturkneipe, Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst.

01. Mai 2011 – Naziaufmarsch in Bremen verhindern.

Am 04. November 2006 verhinderten tausende Menschen einen geplanten Aufmarsch der neonazistischen NPD im Bremer Stadtteil Gröpelingen. Auch viele Delmenhorster_innen beteiligten sich an den Blockaden; nun will es die NPD erneut versuchen und hat für den 01. Mai 2011 einen (sogenannten) „Sozialkongress“ mit Demonstration angekündigt.

Mit ihrem Aufruf – im Kontext des Wahlkampfes – möchten sich die Neonazis als soziale Alternative profilieren. Obgleich Neonazis eine Randerscheinung darstellen, ist ihre Ideologie keinesfalls derart irrelevant. Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Nationalismus sind als gesamtgesellschaftliche Phänomene zu begreifen.

Wir protestieren am 01. Mai 2011 folglich nicht nur gegen Neonazis – sondern auch gegen die gesellschaftliche Gesamtscheiße!

Glücklicherweise hat sich in Bremen erneut ein großes Bündnis formiert – unter der Parole “Keinen Meter!” soll nicht nur neonazistische Agitation am 01. Mai, sondern auch der Wahlkampf der NPD blockiert, sabotiert und verhindert werden.

Mit unserer Veranstaltung sollen diese Aktivitäten und die Mobilisierung nach Bremen effektiv unterstützt werden.

Am 01. Mai 2011 heißt es für Nazis: No way! Keinen Meter!

Informationsveranstaltung:
13. April 2011 – Informationsveranstaltung über den Neonaziaufmarsch in Bremen und geplante Gegenaktivitäten. 20:00 Uhr, Kerems Kulturkneipe, Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst.